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«Quoten-Mann» schaffts ins Final

Autor : Edy Müller – So, 09.04.2017

In der Vorstellungsrunde bezeichnete sich Jakob Heymann selbst als «Quoten-Mann» des heutigen Abends – und in der Folge setzte er sich gegen seine drei Mitbewerberinnen durch.

Mit seinem Programm mit Musik (live und ab Konserve) bot er eine Vorstellung, die in Inhalt und Form ständig wechselte. So könne er das Publikum einschätzen und entsprechend reagieren. Nach einem Song über Jesus meinte er, das Publikum sei anspruchsvoll, «da muss härteres her».


Jakob Heymann  Sina Hitzberger

Etwas ruhiger war die Vorstellung von Sina Hitzberger, die es wie Heymann in den Abend-Final schaffte. Die Sozialanthroposophiestudentin – angeblich nicht freiwillig am Casting («Ich habe eine Wette verloren») – schilderte ihre Beziehung zu dem Mann, mit dem sie die intensivsten Gespräche führt: ihren Berufsberater. Die Tanzeinlage vor dem Praktikumskaffeeautomaten brachte aber auch noch Action auf die Bühne.

Die Bayerin Franzi Riedinger bot uns Schweizern eine Einführung in das bayrische Kulturgut, inklusive Jodel-Schule mit dem Publikum, welches «nicht intelligent ausschaut, aber ehrlich». Zu ihrem Akkordeon-Spiel meinte sie, «wenn ich falsch spiele, stellt euch halt was anderes vor.»

Franzi Riedinger 


Auch die vierte Kandidatin kam an dieser musikalischen Vorrunde nicht ohne Instrument auf die Bühne. Am und neben dem Klavier gab es von Lisa Brunner zu hören. Mit zehn Jahren Erfahrung mit dem Kinderchor gab es genügend Stoff.

Phibi Reichling

Nachdem Phibi Reichling die Moderation des zweiten Abends seinem Kollegen Richi Küttel überlassen hat, führte er wieder durch diesen dritten und letzten Vorrunden-Abend.

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
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Der Final findet am Dienstag, 16. Mai, während der 30. Oltner Kabarett-Tage statt.
Mit dabei sind Mike Baader, Paula Zinner und Jakob Heymann sowie das Moderatoren-Duo Richi Küttel und Phibi Reichling.

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Fotos: Dieter Graf

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Auf der Suche nach einem Job den Weg ins Final gefunden

Autor : Edy Müller – So, 19.03.2017

Seit letztem Freitag ist die zweite Finalteilnehmerin bekannt: Paula Zinner gewinnt den zweiten Abend, durch den Richi Küttel führte.

Paula Zinner ist – zumindest rein optisch – eine eher farblose Gestalt. Und sie ist auf Jobsuche. Was nicht einfach ist. Auch wegen den vielen RAV-Formularen. Da sie es gut mit Menschen kann, hat sie sich schon mal in der Pathologie beworben…

Paula Zinner   Duo 3er


In den Abendfinal hat es auch das Duo 3er geschafft mit dem Programm «vor demEnd». Grosses Thema ist das Alter und das Vergessen. Spricht man den Titel nun «Vor dem End» oder «Vor-Dement» aus? Das Duo zeigte, dass auch ernste Themen humorvoll angegangen werden können.

Da ihr beim Skifahren eine Schiefertafel auf den Kopf fiel, hatte La Floretteuse einen Spickzettel dabei. Natürlich in Form einer (Jass-)Schiefertafel. Darauf waren unter anderem die 10 Gebote für Mehrverdiener. Sie wurde am Klavier begleitet von Frank Eberle.

La Floretteuse Martina Hügi


Die Vierte im Bunde war Martina Hügi mit dem Programm «Scheitern als Hobby». So wurde der Abend zum «Scheiterbildungsanlass». Hügi zeigt sich als «Ovo-Martina»: «Ich kann es nicht besser, aber länger.»

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.

Richi Küttel 

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Die nächsten Termine:
3. Abend: Freitag, 7. April
Final: Dienstag, 16. Mai

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Fotos: Dieter Graf

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Das Oltner Kabarett-Casting: Die Sieger

Autor : Edy Müller – Mi, 22.02.2017

Ein wichtiges Anliegen der Oltner Kabarett-Tage ist die Förderung neuer Talente. 2008 fand zu ersten Mal der Nachwuchswettbewerb «Sprungfeder» statt. Bei diesem können sich Künstlerinnen und Künstler präsentieren, welche bereits eigene Programme haben, aber noch nicht sehr bekannt sind.

Später wollte man die Förderung ausdehnen auf Newcomer, die noch kein eigenes Programm haben, aber sich im Bereich Kabarett etablieren möchten. So ging im Jahr 2012 das 1. Oltner Kabarett-Casting über die Bühne des Schwager Theaters. Der Erfolg des Castings führte dazu, dass es in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet.

Die letztjährigen Gewinnerinnen von «9 Volt Nelly» haben mit Hilfe des Förderpreises ihr Programm «Ich möchte ein Eisberg sein» erstellt, welches sie an der diesjährigen Sprungfeder präsentieren.

Und es gibt auch ein Wiedersehen mit den anderen Casting-Gewinnern: An den 30. Oltner Kabarett-Tagen feiern «Die Sieger» Premiere. Die Casting-Gewinner Lisa Catena, Dominik Muheim, Jan Rutishauser und Christoph Simon stehen gemeinsam auf der Bühne.

In einer Welt, in der Sieger gefeiert werden, hinterfragt das Kabarett-Ensemble in ihrem ersten gemeinsamen Programm, was Gewinnen heisst. Verbale Schlagabtausche, Monologe und poetische Momente, die das Siegen, die Stärke und die Erhabenheit demontieren.

Wer ist ein Sieger, wer ein Verlierer? Was braucht man, um ein Sieger zu werden – ein Sieger in der Gesellschaft, auf der Bühne, im Beziehungsleben der Familie Sieger?

Der eine erzählt vom Siegen beim Brettspiel gegen die eigenen Kinder. Die andere nimmt das Thema auf und beschreibt, warum Bundesräte beim Diplomaten-Schach schlechte Verlierer sind. Und dann ist da noch die Familie Sieger. Endlich auf dem Campingplatz in Ascona angekommen merkt sie, dass sie auf verlorenem Posten steht: Der ihnen zugewiesene Platz ist ihnen bei einem Erdrutsch abhanden gekommen.

Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit diesen ehemaligen Newcomern!

www.diesieger.ch

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Ein Chaot gewinnt die erste Vorrunde

Autor : Edy Müller – Sa, 18.02.2017

Am Freitag, 17. Februar 2017, fand der erste Abend des 6. Oltner Kabarett-Castings statt. Damit steht der erste Finalist fest: Mike Baader gewann diese erste Vorrunde.

Mike Baader Isabel Meili

Mit seinem Programm «Vollzyt-Chaot» vermochte Mike Baader das Publikum und die Fachjury zu überzeugen. Sprechend und singend berichtete er aus seinem chaotischen Leben. Egal ob beim Einkaufen in der Bahnhofs-Migros am 2. Januar oder beim Versuch, telefonisch eine Ferienbuchung anzupassen – er hatte die Lacher auf seiner Seite.

In den «kleinen Final» des Abends schaffte es nebst Baader auch Isabel Meili mit ihrem Programm «Äfach mol de Schlitte hebe». Die Aargauerin («Ich freue mich hier in meinem Heimatkanton zu spielen.») wusste blumig aus ihrer Zeit in Wien zu berichten; von den Tücken einer Kaffee-Bestellung und von der legendären «Begeisterungsfähigkeit» der Wiener.

Musikalisch war der Auftritt von Bella Fahrny. Mit Gitarre und Gesang widmete sie sich dem Themenkreis «Männer/Frauen». Im Neandertal und in der Neuzeit ist «der Mann ein interessantes Gewächs». Und die typische Fussballerfrau erst…

 Bella Fahrny Schnuder Brächli


Der vierte Teilnehmer war ein halbes Duo: «Schnuder Brächli». Da Schnuder verhindert war, kam Brächli alleine auf die Bühne mit ihren Märchen für Erwachsene: zum Beispiel dem Märchen mit dem Wolf und dem Enkeltrick. Während Schnuder virtuell im Bilderrahmen seinen Teil des Auftritts bestritt, kämpfte Brächli ganz real auf der Bühne mit den Tücken der Technik.

Durch den Abend führte souverän der Slam Poet Phibi Reichling.

Phibi Reichling 

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.

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Die nächsten Casting-Termine (jeweils um 20 Uhr im Schwager Theater):
2. Abend: Freitag, 17. März
3. Abend: Freitag, 7. April
Final: Dienstag, 16. Mai

Infos und Tickets gibt es unter www.kabarett-casting.ch

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Fotos: Edy Müller