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Miriam Schöb gewinnt das 1. Casting

Die  Ostschweizerin Miriam Schöb stellt sich ihrer Mittzwanzigkeit: Da geht es um Sinnsuche und Selbstoptimierung. Und damit ist man sofort im Reich der modernen  Esoterik, wo es scheinbar es nur darum geht, seinen Purpose zu finden. Aha. Anleitung: Einfach auf den Körper hören. Gehört. Getan? Schwierig. Da bleiben noch Fragen: Was kann man wirklich von den Steuern abziehen? Soll man einem Verein beitreten? Und wie lange dauert die Wäsche noch, wenn die Waschmaschine eine Minute anzeigt? Gegen solche existenzialistischen Probleme verblassen die Anordnungen im Mantra-Chor: Wie nochmal kehre ich in meinen eigenen Körper zurück? Am Ende ist alles da, ausser ein ruhiger Kopf.

Liedermacher Andras Fröhlich stellt sich in eine guteidgenössische Tradition: Er hat Müeh mit de Chüeh. Seine Lieder drehen sich um das Schweizer Gesangsgut und um bodenständige Hobbys: Wie redet man mit den Fischen? Wenn Aal gegen einem sind, muss man wohl ganz Barsch sprechen. Fröhlich kann’s auch mit dem französischen Chanson: «Murielle, oh si belle, sensationelle, ich liebe dich nicht nur – virtuell. Mir war klar, wie wunderbar – der Zufall war.»

Sergey Nikolic wiederum berichtet hitzig und witzig vom Zivildienst an einer Schule als Autorität auf Zeit von aufbauenden Erfahrungen mit Zwölfjährigen mit ihren allerlei Muttersprachen. Aufgrund seiner Herkunft galt er als Herr Modric, weil Fussballer sind cool, aber immerhin «Herr».

Dominierende Folie von Momo Samira Schraner sind heterosexuelle Männer, denen man keinesfalls die Meinung wegnehmen möchte, sondern eher die Männer selber. Auch aktuell hat der Bundesrat noch immer nicht die Existenz von  Transgender-Menschen anerkannt. Andrerseits bleibt die Frage: Gibt es den Bundesrat überhaupt? Reine Spekulation! Seit 1848.

Moderiert wird das Casting 2026 von Christoph Simon. Wir gratulieren Miriam Schöb zum Sieg am ersten Casting-Abend.